Legende Wasserspucker
Im 30-jährigen Krieg haben die Illmensee´r Bürger ihren einzigen Schatz, die Kirchturmglocke, vor den herannahenden Schweden gerettet, indem sie sie um Mitternacht vom Kirchturm genommen und in den blauen Fluten des Illmensee versteckt haben.
Nachdem die Schweden nach langer Zeit der Belagerung endlich den Ort verließen, sollte die Glocke wieder ihren alten Platz einnehmen. Alle bewunderten die Schlauheit der Illmensee´r, die es verstanden hatten, ihren Schatz über unwirtliche Zeitabläufe hinweg zu bewahren.Mit Stangen und Haken angelten wakere Bauern und Fischer vom Ufer und von Booten aus nach der Glocke.
Doch je mehr sie auch suchten, alles vergeblich, von der Glocke fehlte jede Spur. So wurde reichlich über die „Schlauheit“ der Illmensee´r gespottet. Man sagt sogar die Fische, die Illmensee´r Karpfen, haben über die suchenden Bauern und Fischer gespottet, indem sie sie bespuckten.
So entstanden die heutigen Wasserspucker. Bis zum heutigen Tag sagt man in Illmensee zu einer Arbeit die nicht voranschreitet: „des dauert jo so lang, wie d´r Glockefang!“ Und deshalb heißt es auch im Narrenmarsch: „D´Fasnet goht am End so lang, wia d´r Glockefang“.
Legende Seeteufel
Im 30-jährigen Krieg haben die Illmenseer Bürger ihren einzigen Schatz, die Kirchturmglocke, vor den herannahenden Schweden gerettet, indem sie sie in den Fluten des See´s versteckt haben.
Die Glocke im See wurde bis zum heutigen Tag, trotz umfangreicher Suchmaßnahmen, nicht gefunden.
Es war somit bald allen klar, dass dieser sakrale Gegenstand, die Glocke in die Hände des Teufels fiel, eines so genannten Seeteufels.
Noch heute sagt man, dass man in hellen Vollmondnächten um Mitternacht den Seeteufel die Glocke anschlagen hört.
Dieser Seeteufel wacht über die Glocke und deren Klang und gibt sie bis zum heutigen Tag nicht Preis.
Ihm ist es somit zu zuschreiben, dass die Illmenseer über lange Zeit mit einer großen Kuhschelle auf dem Kirchturm vorlieb nehmen mussten.
Erst im Jahre 1662, läutete eine neue Glocke das Fest der Konsekration des Hochaltars ein.